Ich definiere den Begriff Stress

als Maschinenbauer gerne mit Spannung, die durch Kräfte auf ein Material erzeugt werden.

Diese Kräfte können direkt von AUßEN auf das Material einwirken – z.B. sie setzen sich auf einen Stuhl – dann kommt das Material des Stuhles ganz schön in Stress.
Oder die Spannungen werden von INNEN erzeugt – z.B. durch Erwärmung dehnt sich im Allgemeinen Material und durch Kühle zieht es sich zusammen – hat das Material keine Bewegungsfreiheit, so kommt es dann zu Spannungsfeldern – auch Stress genannt. Daher haben Brücken an beiden Enden sogenannte Dehnungsfugen.

Übersetzung von Stress ins Leben oder wann kommt der Mensch in Stress?

Die Kräfte, sogenannte Stressfaktoren, wirken auch beim Menschen von außen oder von innen oder als Kombination.
Die menschliche Dehnungsfuge ist unser nervliches Potenzial – wie hoch ist meine nervliche Reizschwelle?

Unser Nervensystem sammelt alle Wahrnehmungen (von außen und von innen) und gibt entsprechende Impulse weiter, sobald für diesen Bereich eine Reizschwelle erreicht ist.
Vergleichbar mit einem Überlauf bei einer Badewanne. Dieser wird erst benötigt, wenn die Wanne voll ist, oder wenn wir durch unser Körpervolumen den Wasserstand heben.

Ob nun eine neue Herausforderung von außen kommt (eine neue Aufgabe, eine Kritik, ….) oder ob ein Gedanke oder ein Gefühl (innen) der Auslöser ist, unsere „Nervenwanne“ wird durch die Summe der Wahrnehmungen gefüllt. Ist die Nervenwanne bereits gefüllt und es kommt ein weitere Wahrnehmung dazu, so kommt es zur Weitergabe im Nervensystem. Diese neue Wahrnehmung ist dann sprichwörtlich das „i-Tüpfelchen“ für eine Reaktion – auch Stressreaktion. Ganz nach dem Ausspruch „Das bringt das Fass zum Überlaufen“.

Die Höhe unserer nervlichen Reizschwellen steht in direkter Abhängigkeit zu unserer körperlichen und geistigen Fitness, unseren Einstellung und Werten, unseren Handlungskompetenzen, unserem Humor und noch vielem mehr.

Stress entsteht glücklicherweise immer. Entscheidend sind die Parameter Zeit (wie lange dauert er an) und die Auswirkung (fühle ich mich damit gut oder nicht so gut).

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